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Datenspeicherung

Erstellt von admin am 24. September 2010Kommentare deaktiviert für Datenspeicherung

Welche Daten werden bei der SCHUFA gespeichert? – Datenspeicherung

Die Schufa ermittelt die von ihr eingestellten Daten nur teilweise selbst. Im
Regelfall liefern Banken und andere Vertragspartner Daten über ihre Kunden an
die Schufa. Hierzu ist eine Einwilligung des Kunden erforderlich. Einige Daten
beschafft sich die Schufa selbst; z. B. Daten aus öffentlichen Quellen,
etwa den Schuldnerverzeichnissen
der Amtsgerichte. Ob diese Daten ohne Einwilligung des Betroffenen digitalisiert
werden dürfen, gilt als umstritten. Einerseits handelt es sich beim
Schuldnerverzeichnis um eine öffentliche Datenbank. Andererseits kritisiert der
Datenschutz das Einstellen von Daten eines Gerichtes in eine rein privat
betriebene Datenbank und deren Digitalisierung. Der Gesetzgeber hatte eine
entsprechende Erlaubnis zugunsten der Auskunfteien aus einem Entwurf der
EU-Datenschutzrichtlinie wieder entfernt, so dass man die Digitalisierung dieser
Daten als unzulässig ansehen kann.

Liegt eine Einwilligung vor, speichert die Schufa neben Name, Geburtsdatum,
gegenwärtigen und früheren Anschriften auch Daten über Aufnahme und
vertragsgemäße Abwicklung von Geschäftsbeziehungen („Positivmerkmale“)
sowie Daten über nichtvertragsgemäßes Verhalten und gerichtliche
Vollstreckungsmaßnahmen („Negativmerkmale“).

Folgende Daten werden gespeichert:

Kontaktdaten:

  • Name, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht, (Geburtsort), (Geburtsname)
  • aktuelle Anschrift, frühere Anschriften

Art, Gegenstand und Zahlungsbedingungen des jeweiligen Geschäfts:

  • Kredit- und Leasingverträge mit Betrag und Laufzeit
  • Eröffnung von Konten (Girokonto,
    Pfändungsschutzkonto)
  • ausgegebene Kreditkarten
  • Einrichtung eines Telekommunikationskontos
  • Kundenkonten des Handels, Versandhandels

Abweichendes Zahlungsverhalten:

  • Forderungen, die fällig, ausreichend gemahnt und nicht bestritten sind
  • Forderungen nach gerichtlicher Entscheidung und deren Erledigung

Missbrauch von Konten/Kreditkarten nach Nutzungsverbot Angaben aus
öffentlichen Verzeichnissen, amtlichen Bekanntmachungen:

  • Abgabe der Eidesstattlichen
    Versicherung (aus dem Schuldnerverzeichnis)
  • Haftbefehl zur Abgabe der Eidesstattlichen
    Versicherung
  • Beantragung/Eröffnung eines privaten Insolvenzverfahrens (Privatkonkurs)
  • Abweisung, Einstellung des Verbraucherinsolvenzverfahrens mangels Masse

Anfragen

  • Anfragen nach Branche
  • Konditionsanfragen

Die Höhe des Einkommens oder die Höhe des Kontostands werden nicht
gespeichert.

Kürzel zur Speicherung ausgewählter Merkmale in der SCHUFA:

GI: Girokonto CC: Kreditkarte TK: Telekommunikationskonto EV: Eidesstaatl.
Versicherung

HB: Haftbefehl

SU: Suchauftrag

IA: Insolvenzantrag

CA: Kreditkarte in Abwicklung

Folgende Merkmale werden nicht mehr neu eingemeldet oder wurden durch andere
Merkmale ersetzt:

VB: Vollstreckungsbescheid

ZW: Zwangsvollstreckung

GK: Kündigung Girokonto

SM: Scheckkartenmissbrauch

LP: Lohnpfändung

Quelle: Wikipedia